48-Stunden-Aktion 2005 (2/3)

Es gibt viel zu tun

48hDie Aufgaben sind so vielfältig wie die verschiedenen Jugendgruppen und Regionen. In Tornow (OPR) wird vor der Kirche gepflastert, in Großkrausnick (EE) wird der Wald beräumt, in Beutersitz (EE) bauen die Jugendlichen an einer Brücke für einen Wanderweg, viele Bushaltestellen erstrahlen in neuem Glanz, neue Grillecken laden zum Verweilen ein, in vielen Dörfern wird gepflanzt und eine Reihe von Feuerwehrdepots erleben ein arbeitsreiches Wochenende. Einige Klubs in Temnitz (OPR) bieten den Einwohnern gegen ein Entgelt Arbeitsleistungen an, um das Verdiente für einen guten Zweck zu spenden und für die Jugendarbeit einzusetzen. Geländespiele und Sinnespfade bieten Spannung für die Kleineren.

Auch in den Jugendclubs gibt es viel zu tun. Frühjahrsputz, Renovierungen, Um- und Ausbau, neue Basket- und Volleyballplätze sind hier die Schwerpunkte. Wert legen die Jugendlichen immer wieder auf die Gestaltung der Außenflächen, so pflanzen sie Blumen und Hecken. Unterstützung wird benötigt.

Unterstützt werden die mehr als 2.000 Jugendlichen vielfach durch die Kommunen, Ämter und Landkreise. Sie helfen mit kleineren finanziellen Zuschüssen oder der Bereitstellung von Technik. Auch Betriebe der Region und Vereine lassen die Jugendlichen nicht im Regen stehen.

Trotzdem wird noch dringend Hilfe benötigt. Insbesondere suchen die Jugendlichen nach Innen- und Außenfarbe, Holz, Malerzubehör, Kies, Pflanzen, Holzschutzfarbe, Zement, Gips und in LOS nach einem LKW mit Kranvorrichtung. Aber auch Getränke und Imbissmöglichkeiten werden benötigt. Angebote nimmt der Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V. unter Tel: 0700-5L2A6N3D5L8U3F8T (12 ct/min) oder per Email unter 48h@bbl-online.com entgegen. Ziele der Aktion

Landjugendliche sind aktiv, haben Verantwortungsbewusstsein und wollen sich in ihrer Kommune engagieren. In den bestehenden politischen Strukturen werden sie nicht ausreichend ernst genommen, vieles dauert ihnen zu lange. Mit dieser Aktion haben viele Gruppen die Möglichkeit erhalten, in einem selbst bestimmten überschaubaren Zeitraum innerhalb der 48 Stunden eine für wichtig erkannte Aufgabe selbstständig zu lösen und sich Unterstützung zu suchen. Die Resonanz zeigt den Erfolg eines solchen projektorientierten Ansatzes in der Jugendarbeit.

Nicht zuletzt wollen die Organisatoren der 48-Stunden-Aktion aber auch auf die Schwierigkeiten der ländlichen Jugendarbeit hinweisen, die oftmals in der mangelnden Akzeptanz jugendlichen Engagements und jugendlicher Verhaltensweisen, in der ausgesprochen unzureichenden finanziellen- und personellen Grundausstattung und in der oftmals fehlenden Infrastruktur (Verkehrsmittel, Arbeitsplätze, Freizeitangebote) des ländlichen Raumes liegen. Viele Kommunen und Ämter, die sich für ihre Jugendlichen engagieren, sind bereits an der Grenze des finanziell Machbaren angelangt.

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