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Spannend ging es bei der 48-Stunden-Aktion in Jocksdorf (SPN) zu, denn erst während der Abrissarbeiten eines alten Stallgebäudes entschieden sich Einwohner und Jugendliche anders: Hier wird nicht abgerissen, sondern aufgebaut. Das marode Dach ist inzwischen entfernt, während der nächsten Wochenenden geht es an die Instandsetzung. Die mehr als 20 Jugendlichen werkelten jedoch nicht nur am alten Stall, sondern auch an den Containern ihres Jugendclubs, ein neues Dach wird fällig. Frisch aus dem Wald kamen die benötigten Dachlatten, direkt vom örtlichen Sägewerk zugeschnitten. Hier wurde kräftig zugelangt. Seinen ganzen Einfluss musste Landesvorstand Torsten Krause geltend machen, um die jungen Leute zu einer kurzen Pause zu bewegen, damit er ihnen Pokal und Urkunde überreichen konnte.
Begeistert vom Elan der Jugendlichen zeigte sich auch Schirmherr Dr. Dietmar Woidke (Minister für Ländliche Entwicklung) in Komptendorf (SPN). Am Samstagvormittag pflanzten die Einwohner etwa 2.500 Bäume. Natürlich war die Jugend dabei. Anschließend ging es am Nachmittag und am Sonntag mit der Renovierung des Jugendclubs weiter.
Auch Andrea Förtsch und Henning Hirche vom Landesvorstand waren beeindruckt von der Schaffenskraft und den Ideen. Andrea musste sich sputen, um die 49 Gruppen allein im Landkreis Elbe-Elster zu besuchen. 19 Gruppen waren in Lauchhammer (OSL) aktiv.
Etwa die Hälfte konnte Henning erreichen, dann standen schon die Gruppen in anderen Regionen auf seinem Programm. Beide berichteten vom Spaß der Jugendlichen, von Unterstützung durch Anwohner, Bürgermeister, Kreisjugendring und Kreisjugendamt. Ein Beispiel: Im Schlaubetal (LOS) freuten sich die beteiligten Jugendlichen, als der mobile Fleischer kurz anhielt und spontan ein großes Verpflegungspaket überreichte.
Jens Fiebelkorn als verantwortlicher Organisator der Aktion ist mit dem Ergebnis zufrieden. Die Aktion zeige, dass es im ländlichen Raum ein hohes kreatives und engagiertes Potenzial gibt, dass der Zusammenhalt zwischen den Generationen funktionieren kann und dass den jungen Einwohnern weit mehr zugetraut werden darf, als es oftmals von den kommunalen Verantwortlichen getan wird. Aus der 48-Stunden-Aktion entstehen Kontakte zu Firmen und Institutionen in der Region, die interessant für Wirtschaft und Jugendarbeit sind.
Die Aktion zeigt aber auch, dass Unterstützung durch engagierte Jugendarbeiter erforderlich ist. Hier sind besonders die Jugendkoordinatoren zu nennen. Darauf wurden die Organisatoren bei vielen Besuchen vor Ort durch die Jugendlichen hingewiesen. Vielfach herrscht Unverständnis über Sonntagsreden der Politik insbesondere zum Thema Rechtsextremismus, während gleichzeitig im Bereich der Prävention und der Jugendarbeit gespart wird.
Besonders gut kam die positive Medienberichterstattung bei den Gruppen vor Ort an. Die Organisatoren bedanken sich bei allen, die zur Unterstützung beigetragen haben: Jugendliche, Klubs, Gruppen, Sport- und Karnevalsvereine, Junge Gemeinden, Schulen, Horte, Jugendkoordinatoren, Kreisjugendringe, Kreisjugendämter, Bund der Deutschen Landjugend (BDL) und bei Kommunal- und Landespolitikern, die vor Ort zu besuch waren oder sogar durch Finanzen oder Sachmittel zum Gelingen beitrugen.
Eines ist sicher: Wir freuen uns auf 2006!
Dirk Budach
Funk: 0174-9504833
Email: dirk.budach@bbl-online.com
aktualisiert am 15.09.2005