Sperrt die Hunde ein, die Jugend ist los...

Gut fürs Dorf - in über 210 Jugendgruppen war diese Aussage mehr als ein Slogan. In vielen Regionen Brandenburgs wurde gehämmert, gesägt, gemalert, gemauert, geputzt. Tonnen von Sand sind bewegt worden. Neue Volleyballplätze, Grill- und Sitzecken entstanden, Klubs, Spielplätze, KITAS und Schulen erstrahlen in neuem Glanz.

Altlandsberg Falkenberg Tauche Falkenberg Tauche Leibsch Leibsch

Besonders kreativ waren die jungen Storkower Sprayer im Alter zwischen 8 und 12 Jahren, die an der Europaschule für farbliche Abwechslung sorgten. An einer Terrasse für ihre Senioren arbeiteten Jugendliche in Altlandsberg. Für sie eine Selbstverständlichkeit, denn schon seit längerer Zeit unternehmen die verschiedenen Altersgruppen des Freizeithauses etwas miteinander. Die Limsdorfer Klubbesucher berichteten, die 48-Stunden-Aktion öffne Türen zur Unterstützung bei der Stadtverwaltung und bei Firmen, die sonst verschlossen waren.

Limsdorf Niewisch Niewisch Storkow Werneuchen

In Martinskirchen (EE) befestigten die jungen Einwohner den Schlosshof. In Stolzenhain wurden mehr als 10 Tonnen Material für die Befestigung von Wegen verbaut. In Groß Woltersdorf (PR) schlossen sich mehrere Jugendgruppen zusammen, um an einem Windrad-Projekt zu arbeiten, mit dem künftig auf umweltschonende Weise Wasser für den Erlebniswald gefördert werden soll.

Den Abend verbrachten viele Gruppen beim entspannten Zusammensitzen am Grill oder übernachteten in ihrer Einrichtung, wie zum Beispiel in Kyritz.

Minister Woidke (Ländlicher Raum) machte sich gestern ein Bild vom Engagement der Jugendlichen in Groß Schacksdorf und Gahry. Bundestags- und Landtagsabgeordnete schauten bei Gruppen vorbei und packten mit an. Der Medienpartner BB-Radio berichtete regelmäßig mit Witz und guter Laune über die Aktion (und gab damit das Stichwort für die Überschrift), die Jugendlichen freuten sich darüber und sind zu recht stolz über die positive Resonanz der Zeitungen und Radiosender.

Riesen Bühne und kleine Leute

Jugendminister Holger Rupprecht hat gestern 48-Stunden-Aktion in Kyritz (OPR) eröffnet

Ziemlich aufgeregt rannten die kleinen Helfer gestern um 17:00 Uhr während der landesweiten Eröffnung der 48-Stunden-Aktion in Kyritz hin und her. Auch sie wollten etwas tun, wenn die Großen anpacken und die im Moment noch etwas heruntergekommene Bühne auf der Festwiese wieder in Schuss bringen. So fassten sich der Minister, der Kyritzer Bürgermeister und Torsten Krause (MdL) vom Landesvorstand der Landjugend kurz, als sie das Engagement der über 3.000 jungen Brandenburger würdigten, die in ca. 210 Gruppen an diesem Wochenende ackern. Letzte Anmeldungen kamen noch am Freitag früh in der Geschäftsstelle an.

Gemeinsam werkeln in Kyritz mehrere Jugendclubs, Cliquen und Träger an der Herausforderung. Der Jugendclub Cosa Nostra freut sich besonders, denn dort üben mehrere Bands und diese wollen sich dann demnächst auf der hergerichteten Bühne ihren kritischen Fans stellen. Die Stadt Kyritz hat sich bereit erklärt, den Festplatz für Jugendveranstaltungen mehrmals im Jahr kostenlos zur Verfügung zu stellen.

In Schönberg (OPR) sind die Jugendlichen sauer, denn sie durften den Bau des von ihnen lange ersehnten Volleyballplatzes nicht in Angriff nehmen. Aber sie werfen die Flinte nicht ins Korn und arbeiten einfach an einem anderen Projekt und hoffen auf ein Einsehen des Ortsbürgermeisters.

Mit einem Fußballturnier startete gestern um 17:00 Uhr die 48-Stunden-Aktion in Doberlug-Kirchhain (EE). Dort beteiligen sich allein 77 Gruppen an einer guten Tat für ihre Region. Der Landkreis Elbe-Elster ist damit erneut Spitzenreiter bei der Beteiligung. Ermöglicht wird dieser Rekord durch die engagierte Unterstützung des Kreisjugendringes.

Der Minister für Ländliche Entwicklung Dr. Dietmar Woidke stattet den Klubs in Groß Schacksdorf und Gahry (SPN) am heutigen Vormittag einen Besuch ab. Sein Ministerium unterstützt die 48-Stunden-Aktion auch finanziell und ermöglicht somit auch Projekte, die sonst kurzfristig wegen fehlender Spenden scheitern würden.

Auch Landtagsabgeordnete, wie Thomas Domres und Carolin Steinmetzer-Mann haben ihre Beteiligung angekündigt. Der Prignitzer Landrat hat sich für morgen in Groß Woltersdorf angemeldet. Begeistert sind die Jugendlichen über Besuche und Rückfragen der Medien. So waren u.a. die Märkische Allgemeine, die Märkische Oderzeitung, die Lausitzer Rundschau, Antenne Brandenburg und natürlich unser Medienpartner BB-Radio vor Ort und berichten über den Fortgang der vielen Projekte in allen Landesteilen Brandenburgs.

701.568 Stunden – ein Windrad und ne Badeinsel: Zum zehnten Mal: 48-Stunden-Aktion vom 20. – 22. April 2007

Presseeinladung zum Besuch der Aktionen


206 Gruppen in 12 Landkreisen und 3.006 Jugendliche beteiligen sich an der Jubiläums 48-Stunden-Aktion vom 20.-22.04.2007 in Brandenburg. Sie wird morgen durch Jugendminister Rupprecht eröffnet. Er setzt den ersten Stein und wird sich per Hublader einen Überblick über das Vorhaben der Jugendclubs und Gruppen in Kyritz verschaffen. Die Jugendlichen haben sich vorgenommen, die Bühne und Festwiese wieder in Ordnung zu bringen und sie für die jungen und älteren Bewohner der Stadt nutzbar zu machen.

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"Gut fürs Dorf!" lautet das Motto der zehnten 48-Stunden-Aktion vom 20.-22. April 2007 in Brandenburg. Am nächsten Wochenende greifen mehr als 3.000 Kinder, Jugendliche, Schüler, Azubis, junge Feuerwehrleute, Sportler, Kirchen- und Vereinsmitglieder zu Schippe, Säge, Pinsel oder Stift um etwas für die Nachbarn, die Gemeinde oder für den Jugendclub zu tun. In 12 Landkreisen werkeln 206 Gruppen in 170 Ortsteilen, Dörfern und Städten am Freitag, Samstag und Sonntag oder an allen drei Tagen.

Die Minister Holger Rupprecht (Jugend) und Dietmar Woidke (Ländlicher Raum) sind die Schirmherren dafür, dass Bushaltestellen, Spielplätze und Friedhöfe neu gestaltet werden, dass neue Bolz- und Volleyballplätze entstehen, Baumpflanzaktionen stattfinden, Dorfteiche und andere Flächen entrümpelt, neue Wege und Grillecken gebaut werden. Schulhöfe und Kirchengelände sehen am Sonntag schöner aus, ein Projekt für Alt und Jung sowie ein Historienquiz werden am nächsten Wochenende erstellt. In Crinitz (EE) bauen die Jugendlichen einen Verkaufswagen auf, der bei festlichen Aktivitäten genutzt werden kann. In Kyritz (OPR) haben sich wieder verschiedene Klubs und Cliquen zusammengeschlossen, um die Festwiese inklusive der Bühne wieder auf Vordermann zu bringen.

Traditionell große Resonanz findet die Aktion im Elbe-Elster-Kreis. Mit Unterstützung des Kreisjugendringes und des Jugendamtes wirbeln dort allein 77 Gruppen. Auch in Spree-Neiße unterstützt das Jugendamt die Gruppen bei ihren Vorhaben. Das Ministerium für den Ländlichen Raum (MLUV) greift den Organisatoren und Gruppen mit finanziellen Mitteln unter die Arme. Landtagsabgeordnete, Landräte, Bürgermeister, Amtsdirektoren und Kommunalpolitiker haben ihren Besuch zugesagt und leisten damit moralische, zum teil aber auch finanzielle Unterstützung.

Unterstützung wird benötigt

Unterstützt werden die Jugendlichen vielfach durch die Kommunen, Ämter und Landkreise. Sie helfen mit kleineren finanziellen Zuschüssen oder der Bereitstellung von Technik. Auch Betriebe der Region und Vereine lassen die Jugendlichen nicht im Regen stehen. Trotzdem wird noch dringend Hilfe benötigt. Insbesondere suchen die Jugendlichen nach Innen- und Außenfarbe, Holz, Malerzubehör, Kies, Pflanzen, Holzschutzfarbe, Zement und Gips. Aber auch Getränke und Imbissmöglichkeiten werden benötigt. Angebote nimmt der Berlin-Brandenburgische Landjugend e.V. unter Tel: 0700-5L2A6N3D5L8U3F8T (12 ct/min) oder per Email unter 48h@bbl-online.com entgegen.

Ziele der Aktion

Landjugendliche sind aktiv, haben Verantwortungsbewusstsein und wollen sich in ihrer Kommune engagieren. In den bestehenden politischen Strukturen werden sie nicht ausreichend ernst genommen, vieles dauert ihnen zu lange. Mit dieser Aktion haben viele Gruppen die Möglichkeit erhalten, in einem selbst bestimmten überschaubaren Zeitraum innerhalb der 48 Stunden eine für wichtig erkannte Aufgabe selbstständig zu lösen und sich Unterstützung zu suchen. Die Resonanz zeigt den Erfolg eines solchen projektorientierten Ansatzes in der Jugendarbeit.

Nicht zuletzt wollen die Organisatoren der 48-Stunden-Aktion aber auch auf die Schwierigkeiten der ländlichen Jugendarbeit hinweisen, die oftmals in der mangelnden Akzeptanz jugendlichen Engagements und jugendlicher Verhaltensweisen, in der ausgesprochen unzureichenden finanziellen- und personellen Grundausstattung und in der oftmals fehlenden Infrastruktur (Verkehrsmittel, Arbeitsplätze, Freizeitangebote) des ländlichen Raumes liegen. Viele Kommunen und Ämter, die sich für ihre Jugendlichen engagieren, sind bereits an der Grenze des finanziell Machbaren angelangt.

Infos:

http://48h.bbl-online.com/

Andrea Förtsch: Funk 0162.9861605, Email: andrea.foertsch@bbl-online.com

Dirk Budach: Funk: 0174.9504833, Email: dirk.budach@bbl-online.com

aktualisiert am 12.05.2007